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Angst vorm »braunen Mann«?
Dienstag, 22.Januar 2008


Das hatte sich der Jugendhilfe-Ausschuß des nach der Kreisgebietsreform
neu entstandenen Salzlandkreises in Sachsen-Anhalt so schön vorgestellt:
Endlich mal eine Sitzung, in der die NPD nicht vertreten ist. Der
Tagesordnungspunkt »Gesellschaft für Jugend und Toleranz« wurde in den

nichtöffentlichen Teil gezogen, nach dem Motto: »Da können wir mal so
richtig gegen die Nazis abhetzen.«


Allerdings hatten die vorschnellen Jugendfreunde nicht damit gerechnet, daß
der NPD- Fraktionsvorsitzende Phillip Valenta, der natürlich – durch die
Kommunalpolitische Vereinigung der NPD gut geschult – genau wußte, daß er
als Kreistagsmitglied auch im nichtöffentlichen Teil anwesend sein darf.
Der ganze Tagesordnungspunkt bestand dann aus dem Blättern in der
Gemeindeordnung. Nachdem die politisch korrekten »Jugendhelfer« sich
schließlich überzeugt hatten, daß die NPD wieder mal die Gemeindeordnung
besser kannte als sie selbst, fiel der Tagesordnungspunkt kurzerhand
einfach aus. »Dann habe ich nichts mehr zu sagen«, war die einzige Bemerkung
des Wortführers.


Vermutlich werden die Ausschußmitglieder danach dem Rat des Justizstaatssekretärs
Burkhard Lischka (SPD) gefolgt sein und im Hinterzimmer einer Kneipe ihre
kruden Gedanken ausgetauscht haben.


Phillip Valenta meinte dazu: »Wenn ich durch meine Anwesenheit genau das
erreicht habe, hat eine interessante Entwicklung eingesetzt. Während sich
vor wenigen Jahren noch die NPD für ihre Zusammenkünfte verstecken mußte,
so tritt sie heute in der Öffentlichkeit auf, während die linken Chaoten
sich in die Hinterzimmer zurückziehen.«

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